1. Feilarbeiten
  2. Bedienungsknopf
  3. Gewicht
  4. Anschlag
  5. Torwart

1. Feilarbeiten

Ein "normaler" Metallkicker mit klassischem Rundfuß - wie er über den Ladentisch kommt - lässt beim "TIPP-KICK Profi" wenig Freude aufkommen. Raffinierte Schusstechniken sind nur schwer anzuwenden. Das Nachfolgemodell - der Top-Kicker mit dem etwas längeren, flachen Fuß - brachte zwar eine Verbesserung, besitzt aber ebenfalls Optimierungspotenzial. Um eine individuell zugeschnittene Spielfigur zu erhalten, greifen echte "TIPP-KICK Profis" zur Metallfeile.

Zur Vorbereitung der Feilarbeiten muss als erstes das Bein aus dem Kickergestell ausgebaut werden. Dies geschieht folgendermaßen:

  1. Den Bedienungsknopf oben auf dem Kicker von der Bedienungsstange entfernen.
  2. Die kleine Öffnung (oft von Farbe verdeckt) der Seitenstangeneinführung seitlich über dem Schussbein etwas erweitern und die Stange dann herausklopfen. Gelingt das nicht, so muss das Ende rundherum frei gefeilt werden, damit sich die Stange leichter herausziehen lässt.
  3. Nun kann das Schussbein in einen Schraubstock einspannt und nach Belieben mit einer Metallfeile bearbeitet werden.

Die Frage, wie das Bein jetzt am besten zurechtgefeilt werden soll, ist sicherlich am schwierigsten zu beantworten. Grundsätzlich wird bei allen Kickern das "Schienbein" gerade abgefeilt, so dass es dem Ball eine ebene Fläche bietet. Beim Fuß gibt es dagegen sehr viele Möglichkeiten. Wird er sehr flach gefeilt und nicht verkürzt, begünstigt das die Heberqualitäten. Die Aufsetzer werden dann aber meistens zu langsam und ungenau. Wenn der Fuß aber verkürzt wird, wird dies geändert. In der Regel gilt: je kürzer der Fuß, desto genauer und geradliniger der Schuss. Bei Kickern, die für harte Fernschüsse gedacht sind, ist zu beachten, dass Fuß und Bein nicht zu dünn werden, da sonst die Wucht des Schusses nachlässt. „Kurze Füße“ heben dafür nicht so gut.

Wichtig: Nie zu kurz feilen, da bei einer "Zwei-Längen-Abwehr" der Abwehrspieler sonst nicht überwunden werden kann. Aber auch zum Anschneiden des Balles bei Ecken oder Seitschüssen sind "längere Kickerfüße" erforderlich. Welchen Füße es nun sein müssen, ist individuell sehr verschieden. Die einfache Devise heißt: Ausprobieren. Durch die Regeln ist die Möglichkeit gegeben, bis zu vier verschiedene Kicker in einem Spiel zu verwenden. So können sowohl Kicker mit "langem" wie auch "kurzem Fuß" in einem Spiel einsetzen kann.

Mit dem Auswechseln des Schussbein eröffnet sich zudem viele Möglichkeiten, verschiedene Schussbeine und Kicker miteinander zu kombinieren und somit eine ideal besetzte "Mannschaft" aufs "TIPP-KICK Grün" zu schicken.



2. Bedienungsknopf

Die Stange, die den Bedienungsknopf mit dem Bein verbindet ist aus einem sehr weichen Metall gefertigt und es kommt häufig vor, dass sich diese Stange nach einer Serie von "Gewaltschüssen" verbiegt und der Kicker demzufolge ein schlechteres Schussverhalten aufweist. Diesem kann entgegengewirkt werden, indem die Stange durch eine entsprechend umgearbeitete Haarnadel ersetzt wird. Das Material einer Haarnadel ist so hart, dass ein Verbiegen praktisch nie vorkommt. Es bereitet zwar ein wenig Mühe die Haarnadel entsprechend umzuarbeiten, aber es lohnt sich.



3. Gewicht

Das Gewicht, das auf der Standplatte des Originalkickers angebracht ist, genügt in der Regel den "normalen" Ansprüchen an eine Spielfigur. Die TIPP-KICK Regeln lassen jedoch zu, ein etwas größeres Gewicht auf den Kicker zu kleben oder zu schrauben. Ein größeres Gewicht hat den Vorteil, dass der Kicker, seitlich etwas versetzt aufgestellt, eine größere Abwehrfläche gegen den Angriffsspieler bietet und durch das höhere Gewicht der Kicker beim schnellen Zurückziehen in die Abwehrposition nicht so schnell umkippt.

Von einer Metallstange mit einem Durchmesser 15 mm zu am besten 1 cm hohe Stücke abschneiden - dies ist die maximale Größe eines Kickergewichts. Mit Zwei-Komponenten-Kleber kann das Gewicht aufgeklebt werden oder aber mit einem Gewinde festgeschraubt werden. Dabei muss jedoch genaust darauf geachtet werden, dass das Gewicht nicht seitlich über die Standplatte hinausragt.



4. Anschlag

Dies ist die Stelle, an der das Schussbein auf den "Kickerkörper" trifft und mit der Zeit Abnutzungserscheinungen zeigt. Dies kann umgangen, indem die Stelle soweit ausgefeilt wird, dass das Bein den Kicker praktisch nicht mehr berührt. Nach dem Ausfeilen dieser Stelle kann ein Loch gebohrt und ein Metallstift eingesetzt werden. Dieser Metallstift ist dann eine Anschlagstelle, die sich nie abnutzt.



5. Torwart

Es ist sicherlich wunderbar, dass TIPP-KICK Torhüter mit Bedienungskästchen und Druckknöpfen ausgestattet sind, doch gilt es davon recht sparsam Gebrauch zu machen. Es macht zwar Spaß, den Torwart in die Ecken tauchen zu lassen, doch schon ein halbhoher Schuss oder ein Aufsetzer genügt, und der Ball segelt über den am Boden liegenden Torwart ins Netz. Gerade TIPP-KICK Neulinge fühlen herausgefordert, von den vorhandenen Möglichkeiten fleißig Gebrauch zu machen und übersehen dabei, dass es in den meisten Fällen besser ist, den Ball mit stehendem Torwart wegzuschlagen.

Was im echten Fußball Gültigkeit hat, gilt auch auf dem TIPP-KICK Rasen. Gutes Stellungsspiel und Wegfausten ist oft besser als eine spektakuläre Parade. Reaktionsschnell "abzutauchen" ist auch wichtig, aber nur wenn der Ball flach kommt. Experten erkennen den Ball bereits beim Schuss ansetzen des Gegners und reagieren entsprechend antizipativ.

Die echten "TIPP-KICK Profis" haben ihren Torwart so umgearbeitet, dass aus dem Bedienungskasten nur noch eine starre Stange herausragt, an der nach wie vor der Torwartkörper befestigt ist. Die Möglichkeit, den Torwart durch Betätigung der Knöpfe zu bedienen, besteht nicht mehr. Es bestehen mehrere Möglichkeiten, den "Keeper" entsprechend zu gestalten, so dass es schwer fällt, eine "Königslösung" aufzuführen. Erfahrene Turnierspieler haben sicherlich den einen oder anderen interessanten Tipp zur Umgestaltung des Torwarts parat