An dieser Stelle stellen wir in unregelmäßigen Abständen prominente und weniger prominente TIPP-KICK Spieler vor.

Gottfried Balzli ein ganz prominenter TIPP-KICK Spieler. Er ist das Urgestein des Schweizer TIPP-KICKs.

Ohne sein langjähriges Engagement im Schweizer Tipp-Kick Verband (STKV), wäre der Tipp-Kick Sport in der Schweiz nicht da wo er heute steht. 

Name:

Gottfried Balzli

Alter:

60 Jahre

Wohnort:

Bern (Schweiz); ab Mitte Oktober 2006: Thun

Beruf:

Gewerkschafter im Ruhestand

Lieblingsfußballclub: 

BSC Young Boys Bern

1. Wie begann das Kapitel „TIPP-KICK“ in Ihrem Leben und sind Sie mit TIPP-KICK groß geworden?

Das Kapitel "Tipp-Kick" begann für mich mit etwa 10 Jahren. Ich kriegte ein Spiel mit dem Rollfeld geschenkt und spielte mit Freunden. Später gründeten wir in Ostermundigen bei Bern einen Klub und trugen in Reutigen im Berner Oberland einen Freundschafts-Vergleichskampf gegen den Tipp-Kick-Club Reutigen aus, den wir jämmerlich verloren. Damals war ich etwa 14 oder 15 Jahre alt. Es folgte eine mehrjährige Pause. Im Jahr 1977 gründete ich dann zusammen mit drei Freunden den heute noch existierenden Tipp-Kick-Club Mutz Bern, und einige Monate danach wurde mit Gleichgesinnten aus Winterthur und Wimmis (Berner Oberland) der Schweizerische Tipp-Kick-Verband (STKV) ins Leben gerufen, dessen erster Präsident ich während etwa 20 Jahren war und dieses Amt in Lukaschenko-Manier ausübte ("Im Land herrscht Ordnung!").

2. Wie beginnt Ihr Arbeitstag?

Ich habe mich am 31. August 2006 mit 60 Jahren pensionieren lassen. Von Arbeitstag kann also keine Rede mehr sein! Ich finde, ich habe in meinem Leben genug gearbeitet und überlasse diese Art von Tätigkeit nun sehr gerne Jüngeren.

3. Wie beginnt Ihre Freizeit?

Meine Freizeit beginnt mit dem Aufwachen und endet meist erst nach Mitternacht. Schließlich kann ich als Rentner am nächsten Morgen ja ausschlafen. Ich interessiere mich für viele Dinge, und sollte es mir dennoch einmal langweilig werden, lege ich mich einfach aufs Ohr.

4. Haben Sie bei TIPP-KICK Spielen schon diskutiert und gestritten und gibt es einen Angstgegner?

Diskutiert schon und einige wenige Male auch (verbal) gestritten. Allerdings beruhigten sich die Gemüter jeweils sehr rasch, so dass keine "bleibenden Schäden" entstanden sind. Mein Angstgegner ist der vierfache Schweizer Einzelmeister Beat Meier aus Wimmis. Dieser sympathische Berner Oberländer ist stets die Ruhe selbst und verfügt über ein enormes Können. Ich kann mich gegen ihn noch so anstrengen, ich kassiere trotzdem fast immer ein "Stängeli" (eine zweistellige Niederlage)!

5. Gibt es Spielverläufe, die Sie vorhersehen können?

Wenn ich gegen Serge Endrizzi antreten muss, weiß ich zum Voraus, dass es viele Tore geben wird; die meisten natürlich gegen mich. Ähnliches gilt für Spiele gegen Beat Meier und einige andere Spitzenspieler. In diesen Fällen braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten, um den Spielverlauf vorherzusehen. 

6. Was ist am TIPP-KICK am schönsten und ist es für Sie das Spiel der Spiele?

Tipp-Kick ist und bleibt für mich das genialste Spiel der Welt! Das Prinzip ist äußerst einfach, aber es gibt während der Spiele immer wieder Situationen, die man so noch nie erlebt hat. Deshalb wird Tipp-Kick nie langweilig. Den taktischen und technischen Varianten sind keine Grenzen gesetzt, und - wie die Statistiken beweisen - ist Tipp-Kick nicht etwa ein Glücksspiel, sondern ein Spiel, bei dem in den allermeisten Fällen der bessere Spieler gewinnt. Tipp-Kick ist Emotion, Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Einfallsreichtum!

7. Worin unterscheidet sich für Sie TIPP-KICK von anderen Spielen?

In seiner genialen Einfachheit und gleichzeitiger Vielfältigkeit ist Tipp-Kick mit keinem anderen Spiel vergleichbar.

8. An welche TIPP-KICK Spiele erinnern Sie sich besonders gerne?

Vor vielen Jahren spielte beim TKC Schwenningen ein gewisser Bernd Meckes, der als Talent galt. Er war immer perfekt frisiert und nicht gerade die Bescheidenheit in Person. Gegen diesen jungen Mann gewann ich vier- oder fünfmal in Folge, und jedes Mal mit einem Tor Differenz! Nach meinem zweiten Sieg habe ich ihn dann jeweils vor dem Spiel gefragt, wie hoch er diesmal verlieren wolle.

9. An welche TIPP-KICK Spiele darf man Sie nicht erinnern?

Solche Spiele gibt es eigentlich nicht, da ich mit Niederlagen und eigentümlichen Schiedsrichter-Entscheiden ganz gut zurecht komme.

10. TIPP-KICK ist eine ihrer Leidenschaften. Was noch?

Ein tolles Fußballspiel anschauen, wo Genies wie Ronaldinho, Lionel Messi, Samuel Eto'o, Didier Drogba, Thierry Henry, Frank Ribery, Andriy Shevchenko, Fabio Cannavaro etc. zu bewundern sind! Daneben lese ich gerne (endlich habe ich als Rentner dafür genügend Zeit!). Das Schönste für mich ist jedoch, wenn ich mit meiner Frau Helena fremde Länder bereisen kann! Bevor ich von der Bildfläche verschwinde, will ich unbedingt noch den Baikal-See in Sibirien und den Sevan-See in Armenien mit eigenen Augen sehen!

11. Welches ist Ihr Lieblingsfußballverein und welches ist Ihr Lieblingsspieler?

Mein Lieblingsverein ist seit frühester Jugend der BSC Young Boys Bern. Mein Lieblingsspieler ist Lionel Andrés Messi, der erst 19jährige großartige argentinische Nationalspieler.

12. Wen möchten Sie in nächster Zeit im TIPP-KICK unbedingt besiegen?

Serge Endrizzi, den momentan wohl besten Tipp-Kicker der Schweiz! Aber dies wird mit Sicherheit ein Wunschtraum bleiben. 

13. Gibt es bei TIPP-KICK Spielern unterschiedliche Charaktere und zu welcher würden sie sich bekennen?

So, wie die Menschen alle verschieden sind, sind es natürlich auch die Tipp-Kick-Spieler. Ich gehöre zu denjenigen, die nicht besonders ehrgeizig sind und keine Probleme damit haben, zu verlieren.

Danke für das Interview!